AfD-Wähler im Congressforum Frankenthal unerwünscht?

Seit Anfang 2025 hat das Congressforum Frankenthal mit Frau Karmen Strahonja eine neue Geschäftsführerin, die erstmals nicht aus dem Stadtvorstand kommt, wie zuletzt der glücklose Bernd Knöppel (CDU). So konnten sich unsere beiden Aufsichtsräte im Congressforum in der Folgezeit davon überzeugen, dass dies ein durchaus sinnvoller Schritt war, zumal notwendige organisatorische, strukturelle und personelle Maßnahmen forsch angegangen wurden.

Insbesondere das Marketing hat von dem Wechsel profitiert, wie sich dies an den frischen Auftritten auf den Socialmedia-Kanälen, wie beispielsweise Linkedin, erkennen lässt. Dort teilt das Congressforum unter dem Hashtag #DemokratievorOrt auch einen Flyer der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V., auf dem zu lesen steht: „Demokratie beginnt dort, wo Menschen sich begegnen.“

Tatsächlich war das Congressforum in der Vergangenheit eine Begegnungsstätte nicht nur für Künstler, sondern auch für politische Parteien, die zur Willensbildung in einer Demokratie beitragen sollen. Zuletzt fand der außerordentliche Landesparteitag der FDP (22. November 2025) im Congressforum statt. Auch die CDU lud am 21. Spetember 2024 zu ihrem Landesparteitag ins Congressforum ein. Selbst die Minipartei VOLT konnte am 10. September 2022 ihren Bundesparteitag abhalten. Davor gab es noch eine Wahlkampfveranstaltung der CDU (12. Februar 2016), einen politischen Aschermittwoch der SPD (18. Februar 2015) und auch Bernd Lucke (damals AfD) war bereits 2013 zu Gast im Congressforum.

Auf Anregung des Landesvorsitzenden der AfD Rheinland-Pfalz hat unser Kreisvorstand die neue Geschäftsführung kontaktiert. Geplant war eine Wahlkampfveranstaltung im Congressforum im Vorfeld der Landtagswahl 2026, wobei als Redner Mitglieder das Landtages, des Bundestages und des Europäischen Parlaments angedacht waren. Das Setup sollte schlicht sein: Spiegelsaal, Rednerpult, Bestuhlung, Beleuchtung und Ton. Politik pur.

Das Gespäch mit der Geschäftsführung fand am 15. Oktober 2025 statt und es wurde versichert, dass man sich in der folgenden Woche, gegebenenfalls schon mit einem konkreten Angebot, nach „Rücksprache mit der Verwaltung“ melden wolle. Auf diese Rückmeldung warten wir bis heute vergebens – nach dreimaliger Erinnerung per Mail und zwei Versuchen einer telefonischen Kontaktaufnahme, wobei letztere daran scheiterte, dass die Geschäftsführerin jeweils nicht zugegen war.

In Ermangelung jedweder Rückmeldung seitens der Geschäftsführung kann nur vermutet werden, dass unsere Partei und insbesondere unsere Wähler (etwa jeder 4. Frankenthaler bei der Bundestagswahl) im Congressforum nicht erwünscht sind. Wie sich das Verhalten der Geschäftsführung mit einem professionellen Auftreten, der prekären finanziellen Lage des Stadtkonzerns und der vorgeblichen Verbundenheit zu demokratischen Prozessen verträgt, wird die Geschäftsführerin zu beantworten haben.

Uns wird dies jedoch nicht stoppen, zumal die Wahlkampfvorbereitung im Kreisverband Frankenthal auf Hochtouren läuft und wir unbeirrt auf einen großen Wahlerfolg am 22. März 2026 hinarbeiten.